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ASUS TUF Gaming Z590-Plus WIFI - Test/Review

Einleitung & Datenblatt

Einleitung

Bereits einige Wochen vor dem offiziellen Launch der Intel Rocket-Lake-S-Prozessoren wurden die passenden Mainboards mit dem neuen Z590-Chipsatz in den Handel gebracht. Auch Hersteller ASUS hat schon einige Modelle verfügbar. Wir durften das ASUS TUF Gaming Z590-Plus WIFI auf den Prüfstand schicken!

In eigener Sache

Aufgrund von NDA-Vorgaben wurde das ASUS TUF Gaming Z590-Plus WIFI Mainboard mit einem Intel Core i9-10900K getestet. Erst nach dem NDA-Ablauf von Intel (voraussichtlich Ende März) wird ein weiterer Artikel auf Basis eines Intel Core i9-11900K Prozessors bei uns veröffentlicht.

Über ASUS TUF Gaming

TUF Gaming ist die brandneue Power für alle, die eine überragende Haltbarkeit, zuverlässige Stabilität und einen hohen Wert im PC-Gaming fordern. Wir haben ein umfangreiches Sortiment an Mainboards, Notebooks und Desktop-PCs, Gehäusen, Tastaturen, Mäusen und Headsets entwickelt. Viele weitere spannende Innovationen sind bereits unterwegs.

Jedes TUF-Gaming-Produkt wird gründlich auf Stabilität und Langlebigkeit getestet, ist mit speziellen Gaming-Funktionen ausgestattet und zeichnet sich durch einen einzigartigen und unverwechselbaren Style aus. Wir haben uns zusätzlich mit namhaften Komponentenherstellern zusammengeschlossen, um die TUF Gaming Alliance zu bilden, ein wachsendes Ökosystem von Produkten, die Kompatibilität und einen passenden Look garantieren.

Datenblatt
  • Format:

ATX (305 x 244 mm)

  • Chipsatz:

Intel Z590

  • Sockel:

LGA 1200 (für Intel-CPUs der 10. und 11. Core-Generation)

  • RAM:

4x DDR4 (3.200 MHz, bis zu 5.133 MHz mittels OC)

Dual-Channel

Max. 128 GB

  • Slots (physisch):

1x PCIe 4.0 x16 (elektrisch x16)

1x PCIe 3.0 x16 (elektrisch x4)

2x PCIe 3.0 x1

Kompatible Multi-VGA-Konfigurationen: keine

  • Interne Anschlüsse:

1x M.2 (PCIe 4.0 x4; 2242 bis 22110 - nur mit Intel 11. Gen)

1x M.2 (PCIe 3.0 x4 & SATA; 2242 bis 22110)

1x M.2 (PCIe 3.0 x4 & SATA; 2242 bis 2280)

6x SATA 6G

1x USB-C (ein Header, USB 3.2 Gen 1, max. 5 GBit/s)

2x USB 3.0 (ein Header, USB 3.2 Gen 1, max. 5 GBit/s)

4x USB 2.0 (zwei Header, max. 480 MBit/s)

1x CPU Over Voltage Jumper

1x Front Panel Audio Header (AAFP)

1x 20-3-Pin System Panel Header mit Chassis-Intrusion-Funktion

1x Clear CMOS Header

1x COM Port Header

1x Thunderbolt Header

  • Lüfter-Header:

1x CPU (4-Pin)

1x CPU OPT Fan (4-Pin)

1x AIO/Pumpe (4-Pin)

3x Gehäuselüfter (4-Pin)

  • RGB-Header:

2x 4-Pin RGB-Header (12V)

2x 3-Pin RGB-Header (digital, 5V)

  • Externe Anschlüsse:

1x USB 3.2 Typ C (USB 3.2 Gen 2x2, max. 20 GBit/s)

2x USB 3.1 Typ A (USB 3.2 Gen 2, max. 10 GBit/s)

2x USB 3.1 Typ A (USB 3.2 Gen 1, max. 5 GBit/s)

2x USB 2.0 Typ A

1x HDMI

1x DisplayPort

2x WLAN-Antenne (Intel AX210)

1x 2,5-Gigabit-LAN (Intel I225-V)

5x 3,5 mm Klinke (Realtek ALC S1200A)

1x S/PDIF (optisch)

1x PS/2 Keyboard/Maus Kombo

  • Stromversorgung:

1x 24-Pin ATX 12V

1x 8-Pin ATX 12V

1x 4-Pin ATX 12V

  • Herstellergarantie: 3 Jahre

Preis: 219 Euro (Stand: 09.04.2021)

Testplattform
  • Prozessor: Intel Core i9-10900K
  • Arbeitsspeicher: Ballistix Elite DIMM Kit 32GB, DDR4-3200
  • Grafikkarte: KFA2 GeForce RTX 2080 Ti EX [1-Click OC]
  • Prozessorkühler: Alpenföhn Brocken 3
  • Netzteil: Seasonic Snow Silent 1050W
  • Soundkarte: Creative Sound BlasterX AE-5
  • Festplatten: Toshiba RC500 500GB
  • Gehäuse: be quiet! Dark Base Pro 900
  • Betriebssystem: Windows 10 Home 64-Bit
  • Peripherie: Razer DeathAdder Chroma, Razer BlackWidow Ultimate Chroma und Astro Gaming A40 Headset
  • Monitor: LG Electronics 34UC79G-B
  • Zimmertemperatur: ca. 21°C

Intel Z590 Chipsatz

Für die 11te Prozessor Generation (Rocket-Lake-S-Prozessoren) hat Intel eine neue Plattform kreiert. Als alter/neuer Sockel fungiert der „LGA 1200“, welcher jedoch bisherigen Lösungen sehr ähnelt. Dadurch können aktuelle CPU-Cooler weiterhin verwendet werden. Die neue 500er-Chipsatzserie umfasst diverse Modelle. Das Flaggschiff-Modell stellt hierbei der Z590-PCH dar, der ebenfalls einige Neuerungen mit sich bringt.

Zu den großen Änderungen gehört beispielsweise die native USB-3.2-Gen2x2-Unterstützung (20 GBit/s) an bis zu drei Typ-C-Schnittstellen, der Wi-Fi-6E-Support und das auf PCIe 3.0 x8 aufgebohrte DMI (Direct Media Interface) als Verbindung zwischen CPU (Northbridge) und Chipsatz (Southbridge).

Mit den neuen Rocket-Lake-S-Prozessoren erlaubt der Z590-Chipsatz nun auch eine weiter flexiblere PCIe-Lane-Aufteilung. Aus 1x16 oder 2x8 oder 1x8 und 2x4 wurde nun 1x16 + 1x4 oder 2x8 + 1x4 oder gar 1x 8 und 3x4. Der Z490-Chipsatz bietet maximal sechs USB-3.2-Gen2-Ports. Mit dem Z590-PCH hat Intel dieses Limit nun auf zehn Schnittstellen erhöht. Unbekannt ist derzeit hingegen noch, mit wie vielen HSIO-Lanes (High Speed I/O) Intel den Z590-Chipsatz ausgestattet hat.

Intels Rocket-Lake-S-CPUs stellen selbst bis zu 20 PCIe-4.0-Lanes bereit. 16 Stück davon sind primär für die Grafikkarte(n) gedacht, vier weitere Gen4-Lanes wandern dann an den M.2-Steckplatz unterhalb des CPU-Sockels, sodass sich also auch eine PCIe-4.0-x4-SSD genutzt werden kann.

Verarbeitung & Layout

Verarbeitung und Layout

Unser Testmuster kommt im klassischen ATX-Format daher und punktet mit einer dezenten Metallicgrau/Schwarz-Optik. Für optische Akzente sorgt die anpassbare 2-Zonen-RGB-Beleuchtung (Akzent rechts). Beim TUF Gaming Z590-Plus WIFI setzt Hersteller ASUS auf gewohnt hochwertige Materialien sowie eine saubere Fertigung. Ein besonderes Augenmerk haben die Ingenieure auf die Kondensatoren gelegt, die durch eine strenge Qualitätsprüfung mussten. Generell ist das Layout des Boards durchdacht. Einmal mehr praktisch sind beispielsweise die gewinkelten SATA-Anschlüsse. Unterstützt wird weiterhin Host-RAID mit den Leveln 0, 1, 5 und 10. ASUS verbaut auf dem Mainboard vier DIMM-Sockel (Dual-Channel). Mit aktuellen 32-GB-Speicherkits könnte man so einen mehr als ausreichenden Speicherausbau auf 128 GB schaffen (max. 5.133 MHz im OC). Um der Problematik einer möglichen Überhitzung entgehen zu können, gibt es zwei passive Kühlkörper (Chipsatz und Spannungswandler).

ASUS hat dem Board eine digitale Spannungsversorgung spendiert, die auf 16 virtuelle Phasen zurückgreifen kann (14 Phasen für die CPU; 2 Phase für die Speicher). Der obere PCIe 4.0 x16 Slot kommt mit der hauseigenen „SafeSlot“-Technik daher. Zur Erklärung: Bei den neuen Z590-Boards wirbt ASUS mit dem sogenannten SafeSlot, der vom Hersteller als besonders strapazierfähige Version eines PCIe-Slots mit Metallverstärkung beschrieben wird. Dies soll beim Einsatz von schweren High-End-Grafikkarten potenziell Vorteile bieten. Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Testmuster nicht feststellen.

Der Lieferumfang sieht wie folgt aus:

1x WLAN-Antenne

4x SATA-Kabel

1x ARGB-Verlängerungskabel (5VDG)

1x RGB-Verlängerungskabel (12VGRB)

1x Q-Connector

Handbuch

Treiber-DVD

Technik & Ausstattung

Anschlüsse und Technik

Unser Testmuster besitzt 1x PCIe 4.0 x16, 1x PCIe 3.0 x16 (x4), 2x PCIe 3.0 x1, 1x M.2/M-Key (PCIe 4.0 x4, 22110/2280/2260/2242), 1x M.2/M-Key (PCIe 3.0 x4/SATA, 22110/2280/2260/2242), 1x M.2/M-Key (PCIe 3.0 x4/SATA, 2280/2260/2242) und 6x SATA 6Gb/s (Z590) Anschlüsse.

Darüber hinaus verfügt unser Testmuster über vier RGB-Header (1x 4-Pin und 3x 3-Pin). Ein IR35201 Chip überwacht die Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten. Wi-Fi 6 (WLAN 802.11a/b/g/n/ac/ax, 2x2, Intel AX201) und Bluetooth 5.2 sind ebenfalls mit von der Partie. Für die Kühlung der M.2-SSDs sind drei passive Kühlkörper vorhanden.

Folgende Anschlüsse findet man intern:

1x M.2 (PCIe 4.0 x4; 2242 bis 22110 - nur mit Intel 11. Gen)

1x M.2 (PCIe 3.0 x4 & SATA; 2242 bis 22110)

1x M.2 (PCIe 3.0 x4 & SATA; 2242 bis 2280)

6x SATA 6G

1x USB-C (ein Header, USB 3.2 Gen 1, max. 5 GBit/s)

2x USB 3.0 (ein Header, USB 3.2 Gen 1, max. 5 GBit/s)

4x USB 2.0 (zwei Header, max. 480 MBit/s)

1x CPU Over Voltage Jumper

1x Front Panel Audio Header (AAFP)

1x 20-3-Pin System Panel Header mit Chassis-Intrusion-Funktion

1x Clear CMOS Header

1x COM Port Header

1x Thunderbolt Header

Die externen Anschlüsse in der Übersicht:

1x USB 3.2 Typ C (USB 3.2 Gen 2x2, max. 20 GBit/s)

2x USB 3.1 Typ A (USB 3.2 Gen 2, max. 10 GBit/s)

2x USB 3.1 Typ A (USB 3.2 Gen 1, max. 5 GBit/s)

2x USB 2.0 Typ A

1x HDMI

1x DisplayPort

2x WLAN-Antenne (Intel AX210)

1x 2,5-Gigabit-LAN (Intel I225-V)

5x 3,5 mm Klinke (Realtek ALC S1200A)

1x S/PDIF (optisch)

1x PS/2 Keyboard/Maus Kombo

M.2: Dank M.2-Support können auf dem Board drei M.2-SSDs verwendet werden. Die maximale Transferleistung dieser Schnittstelle liegt, dank PCIe 4.0, bei 32 GByte/s.

M.2 Q-Latch: Der innovative Q-Verschluss ermöglicht den einfachen Ein- und Ausbau einer M.2-SSD ohne spezielles Werkzeug. Das Design nutzt einen einfachen Verriegelungsmechanismus, um die M.2-SSD zu sichern und macht herkömmliche Schrauben überflüssig.

Aura Beleuchtung: Anpassbare RGB-Beleuchtung per Software. Verschiedene Beleuchtungsmodi möglich (zum Beispiel pulsierend zum Takt der Musik) und RGB-Farbraum.

Realtek ALC1200: Die ASUS-Soundlösung bietet DTS-Support und hochwertige ELNA Kondensatoren. In der umfangreichen Software können zudem zahlreiche Einstellungen vorgenommen und vordefinierte EQ verwendet werden.

Bios & Preis

Bios und Software

Das UEFI BIOS ist eine wahre Wohltat. Neben der Tatsache, dass es sauber strukturiert ist und grafisch ansprechend aufgearbeitet wurde, bietet es auch alle Einstellungsmöglichkeiten, die man sich bei einem Board in diesem Segment wünschen könnte. Für ASUS gehört ein durchdachtes BIOS zum Pflicht-Programm.

Ebenfalls wieder dabei ist die bekannte AI Suite, mit der sich jede Menge Features unter Windows einstellen lassen. Im Menüpunkt „TPU“ findet man die Taktfrequenz des Prozessors und mit dem neuen Fan Xpert 4 lassen sich sämtliche Lüfter anpassen. Die Spannungsversorgung wird mit dem Digi+-Feature überwacht und für mehr Effizienz gibt es „EPU“.

Preis und Verfügbarkeit

Das ASUS TUF Gaming Z590-Plus WIFI ist ab sofort für 219 Euro (Stand: 09.04.2021) im Handel erhältlich.

Cinebench 15

ASUS TUF Gaming Z590-Plus WIFI - Cinebench R15

mehr ist besser

POV-Ray

ASUS TUF Gaming Z590-Plus WIFI - POV-Ray

mehr ist besser

Spiele

ASUS TUF Gaming Z590-Plus WIFI - Spiele

1920x1080 - max. Details +AA - mehr ist besser

Bootzeit

ASUS TUF Gaming Z590-Plus WIFI - Bootzeit

Windows 10 64bit - weniger ist besser
Gigabyte Z490 Gaming X
15 Sek. 100%
ASUS TUF Gaming Z590-Plus WIFI
14 Sek. 93%
MSI MPG Z490 Gaming Plus
14 Sek. 93%
ASUS ROG Maximus XII Hero [WI-FI]
14 Sek. 93%
ASUS ROG Maximus XIII Hero
14 Sek. 93%
ASUS ROG Strix Z490-E Gaming
13 Sek. 86%

USB 3.1

ASUS TUF Gaming Z590-Plus WIFI - USB 3.1

mehr ist besser

SATA

ASUS TUF Gaming Z590-Plus WIFI - SATA 6G

mehr ist besser

M.2

ASUS TUF Gaming Z590-Plus WIFI - M.2

mehr ist besser

Leistungsaufnahme

ASUS TUF Gaming Z590-Plus WIFI - Leistungsaufnahme

gesamte System - ohne Monitor

Fazit & Wertung

90%

Christoph meint: Gelungenes Z590-Mainboard zum Vernunftpreis!

Beim neuen ASUS TUF Gaming Z590-Plus WIFI handelt es sich definitiv um ein „Vernunft“-Produkt. Für faire 219 Euro bekommt man nämlich nicht nur eine ordentliche Ausstattung (M.2-Passivkühler, anpassbare RGB-Beleuchtung, Thunderbolt-Header, WiFi, Bluetooth) geboten, sondern auch ein durchdachtes Layout, zahlreiche Anschlussmöglichkeiten und eine sehr gute Leistung. Auch das übersichtliche Softwarepaket, die gut klingende Onboard-Soundlösung und das gelungene Overclocking-Konzept wissen zu gefallen. Gravierende Kritikpunkte sucht man vergebens. Demnach können wir bedenkenlos eine Kaufempfehlung für unser Testmuster aussprechen!

Leistung
9
Technik
9
Verarbeitung
10
Bios
9
Ausstattung
9
Preis
8
ASUS TUF Gaming Z590-Plus WIFI
Richtig gut
  • sehr gute Leistung
  • moderne und ausgereifte Technik
  • M.2, USB 3.2 und PCIe 4.0
  • Bluetooth und WLAN
  • zahlreiche Anschlussmöglichkeiten
  • saubere Verarbeitung
  • durchdachtes Layout
  • umfangreiches und übersichtliches Bios
  • anpassbare RGB-Beleuchtung
  • gute Onboard-Soundlösung
  • übersichtliches und praktisches Softwarepaket
  • fairer Preis
Verbesserungswürdig
  • nichts Gravierendes gefunden
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.