Fakten
Plattform
PC
Xbox One
PlayStation 4
Switch
Xbox One X
PlayStation 4 Pro
Switch Lite
PlayStation 5
Xbox Series X
Xbox Series S
Publisher
Electronic Arts
Entwickler
Electronic Arts
Release
Genre
Sportspiel
Typ
Vollversion
USK
3
Webseite
Media (10)









Das Ende einer Ära
Kaum zu glauben: Die FIFA-Serie startete 1993 als FIFA International Soccer auf der Sega Mega Drive Konsole. Nun, fast 30 Jahre später, endet diese Ära mit FIFA 23, denn nächstes Jahr heißt die Fußballsimulation aus dem Hause Electronic Arts EA SPORTS FC. Stellt sich nun bloß die Frage: Ist es ein würdiger „Abschied“ geworden?
Kleine Verbesserungen
Vorweg: Auch der neuste FIFA-Ableger ist in Sachen Lizenzpaket, Optik und Spielspaß gelungen. Daher werden wir in erster Linie auf die Unterschiede zum Vorgängerteil eingehen und somit bei einer möglichen Kaufentscheidung helfen.
Im optischen Bereich macht FIFA 23 einen kleinen Schritt nach vorne, was vor allem an den verbesserten und zusätzlichen Animationen liegt. Hier trumpft das Entwicklerteam mit der hauseigenen „Hypermotion 2“-Technologie auf. Die zahlreichen Spieler*innen gehen natürlicher in Zweikämpfe, nehmen in der Abwehr die Hände hinter den Rücken oder legen sich bei Bedarf hinter die Mauer. Schickes Feature: Es gibt dieses Jahr eine dynamische „Zerstörung“ des Rasens. Nach knapp 90 Minuten Spielzeit sieht das Spielfeld richtig abgenützt aus.
Das Gameplay
Zum Testzeitpunkt macht das Gameplay einen sehr guten Eindruck. Zu den größten „Neuerungen“ zählen folgende Funktionen:
• Der neue Powerschuss: Mit Druck auf L1+R1+Kreistaste zoomt das Bild jetzt leicht heran und der jeweilige Kicker feuert einen kräftigen Schuss ab. Doch keine Sorge, der Powershot ist keineswegs übermächtig und vom Torwart haltbar.
• Neuer Elfmeter: Um den Ball am Elfmeterpunkt pulsiert nun ein kleiner werdender Kreis. Schießt man zum richtigen Zeitpunkt, in dem der Kreis am kleinsten ist, hat der Schuss die höchste Genauigkeit und geht stets auf den Kasten.
• Verbesserte Standards: Bei Freistößen bekommt man jetzt nicht nur die Entfernung zum Tor und die Tor-Wahrscheinlichkeit grafisch ansprechend angezeigt, auch kann man bestimmen, an welcher Stelle man den Ball treffen muss, um so Finesse Shots oder Knuckle-Freistöße auszuführen.
Mehr Umfang
Bereits vor dem Release hat EA klar gemacht, dass man verstärkt auf den Frauenfußball eingehen wird. Erstmals sind mit der englischen Barclays WSL und der französischen D1 Arkema zwei Frauen-Ligen im Spiel. Neben 35 Herren-Nationalmannschaften gibt es zudem 17 Frauen-Nationalteams, die Bewegungen der weiblichen Profis wurden dank Hypermotion-Aufnahmen verbessert und mit der Australierin Sam Kerr gibt es erstmals eine Frau auf dem Cover der Ultimate Edition. Schade: Die Frauen-Bundesliga hat es nicht in das fertige Spiel geschafft. Auch gibt es zum Release nicht die Männer-WM in Katar und die Frauen-Weltmeisterschaft in Australien und Neuseeland. Auf einen Story-Modus muss man ebenfalls verzichten. Der Karriere-Modus ist zwar am Start, aber gravierende bzw. große Neuerungen sucht man da vergebens. Quasi kaum der Rede wert.
Und da wäre noch FUT…
NATÜRLICH gibt es dieses Jahr auch wieder ein neues FIFA Ultimate Team, welches stark auf Pay2Win setzt. Davon ab ist FUT seit vielen Jahren dank seiner verschiedenen Modi auch für viele Fans DER Grund, um sich alljährlich ein neues FIFA zum Vollpreis zu holen. Division Rivals, Einzelspieler- und Online-Drafts oder auch die Squad Building Challenges, in FUT steckt eine Menge Langzeitmotivation. Kompetitive Spieler und Spielerinnen können hier auch ohne den Einsatz von Echtgeld eine Menge Spaß haben. In diesem Jahr kommt FUT mit zwei großen Neuerungen daher, die einen guten Eindruck hinterlassen haben. Allen voran das komplett überarbeitete Chemie-System, das Spielerlinks streicht und jetzt über ein Punktesystem funktioniert und so einem mehr Möglichkeiten bei der Zusammenstellung des Teams lässt. Auch die sogenannten FUT Moments, in denen man Belohnungen dafür kassiert, wenn man beispielsweise bestimmte Schlüsselmomente in der Karriere von Kylian Mbappe nachspielt, ist eine weitere schöne Ergänzung.
Last but not least…
Gibt es auch wieder den sehr launigen FIFA Street-Modus VOLTA, der unserer Meinung nach etwas untergeht. Gänzlich neu ist die Crossplay-Integration. Erstmals können PlayStation 5, Xbox Series X|S, PC und Google Stadia Gamer miteinander kicken. Was wir jedoch nicht verstehen: Warum sich Crossplay nur auf 1vs.1-Matches in den verschiedenen FUT-Modi, Online-Seasons oder Online-Freundschaftsspielen beschränkt?
FIFA 23 ist seit dem 27. September 2022 für PC und Konsolen ab 34,30 Euro erhältlich.
Fazit & Wertung
Christoph meint: Würdiger Abschied mit nur kleinen Highlights!
“Machen wir es kurz und bündig: Ja, auch dieses Jahr überzeugt FIFA mit massig Content und einem ordentliche Gameplay. Auch im grafischen und akustischen Bereich gibt es nur wenig zu bemängeln. Lob gibt es auch für die selbstlernende KI. Gravierende Neuerungen sucht man jedoch vergebens und manche Implementierungen wirken halbherzig. Da wäre zum Beispiel der Frauen-Fußball. Dieser ist nach wie vor nur eine Randerscheinung in der EA Fußballsimulation. Auch das Crossplay-Feature hätte man ruhig etwas ausweiten können. Schade finden wir auch, dass der FUT-Modus nach wie vor EXTREM Pay2Win-lastig ist und man den Story-Modus gestrichen hat.
- verbesserte Animationen
- neue Standard-Datenanzeige
- kleinere Verbesserungen beim Gameplay (Standards, Elfmeter und Powershot)
- spaßiger VOLTA-Modus
- Crossplay-Feature
- verbessertes Chemie-System in FUT
- sechs Schwierigkeitsgrade
- verbesserte KI dank Machine Learning
- Intro-Match ordnet Skill-Level ein
- massig Lizenzen
- Stadium-Atmosphäre
- dynamischer Rasen
- zahlreiche Spielmodi
- mehr Frauen-Fußball
- grafischen Verbesserungen halten sich in Grenzen
- nach wie vor heftiges Pay2Win im FUT-Modus (Abwertung beim Spielspaß)
- kein Story-Modus
- Frauen- und Männer-WM noch nicht im Spiel

