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HAVN HS 420 - Test/Review

Hersteller

HAVN

Release

Produkt

Gehäuse

Webseite

Preis

229,90 Euro

Einleitung & Datenblatt

Einleitung

Der hierzulande noch recht unbekannte Hersteller „HAVN“ hat Ende 2024 seine ersten Gehäuse auf den Markt gebracht. Vor einiger Zeit haben wir das „HS 420“ erhalten. Was das Showcase taugt, könnt ihr in unserem ausführlichen Testbericht nachlesen!

Über HAVN

Im Jahr 2024 gegründet, ist HAVN der neueste Name im Bereich Premium-PC-Gehäuse und Zubehör, entwickelt, um die nächste Generation von PC-Bauern zu inspirieren. Aus Leidenschaft für Innovation und Präzision entstanden, zielt HAVN darauf ab, die Definition eines perfekten PC-Gehäuses neu zu definieren.

Jedes HAVN-Produkt wird mit Blick auf den modernen Hardware-Enthusiasten entwickelt, indem hochmoderne Designs mit kompromissloser Funktionalität kombiniert werden. Egal, ob du ein erfahrener Profi bist oder gerade erst deine Reise beginnst, HAVN ist dein neues Zuhause für Build-Exzellenz.

Datenblatt

  • Gehäusetyp: Midi-Tower
  • Volumen: 76.79l
  • Mainboard max.: bis ATX (277mm breit)
  • Netzteil max.: ATX (max. 220mm tief)
  • CPU-Kühler max.: max. 185mm Höhe
  • Grafikkarten max.: max. 480mm
  • Anschlüsse: 1x USB-C 3.1 via USB-Header Key-A, 2x USB-A 3.0, 1x 3.5mm Klinke Line-In/Out
  • PCI-Steckplätze: 6
  • Radiatorgrößen max.: N/A vorne, 120/140/240/280/360/420mm oben, N/A hinten, 120/140/240/280/360/420mm rechts, 120/140/240/280/360/420mm unten
  • Mainboard-Ausrichtung: nach links; Anschlüsse hinten
  • Netzteilposition: unten (vertikal)
  • Front I/O Position: Gehäuseseite: oben, Höhe: Front, Position: rechts
  • Mainboard: bis ATX (277mm breit)
  • Unterstützte Mainboards: Mini-ITX (6.7"x6.7")/µATX (9.6"x9.6")/ATX (12"x9.6")/E-ATX Sonderformat (12"x10.9", Hinweis zu E-ATX beachten)
  • Netzteil: ATX (max. 220mm tief)
  • CPU-Kühler: max. 185mm Höhe
  • Grafikkarten: max. 480mm
  • Anschlüsse Details: 1x USB-C 3.1 via USB-Header Key-A (10Gb/s), 2x USB-A 3.0 (5Gb/s), 1x 3.5mm Klinke Line-In/Out
  • Intern: 4x 3.5" (quer), 1x 3.5" (optional) oder Variante2: 8x 2.5" (quer), 2x 2.5" (optional)
  • Abmessungen (BxHxT): 259.5x547x541mm
  • Gehäusevolumen: 76.79l
  • Gewicht: 17.84kg
  • Lüfter (hinten): 2x 140mm (optional) oder 2x 120mm (optional)
  • Lüfter (rechts): 3x 140mm (optional) oder 3x 120mm (optional)
  • Lüfter (oben): 3x 140mm (optional) oder 3x 120mm (optional)
  • Lüfter (unten): 3x 140mm (optional) oder 3x 120mm (optional)
  • Radiatorgrößen: N/A vorne, 120/140/240/280/360/420mm oben, N/A hinten, 120/140/240/280/360/420mm rechts, 120/140/240/280/360/420mm unten
  • Front: geschlossen, Glas, Lüftungsschlitze unten
  • Oben: teilweise geschlossen, Mesh, großteils Lüftergitter, Staubfilter innen, abnehmbare Abdeckung
  • Unten: geschlossen, Lüftungsschlitze, Staubfilter
  • Links: geschlossen, Glas, Lüftungsschlitze unten
  • Rechts: teilweise geschlossen, Mesh, großteils Lüftergitter, Staubfilter innen
  • Hinten: teilweise geschlossen, Lüftergitter mittig oben, Lüftergitter mittig unten, Staubfilter innen, PCI-Slots (6x horizontal)
  • Farbe: weiß, innen weiß; Herstellerbezeichnung: White
  • Beleuchtung: ohne Beleuchtung
  • Besonderheiten: inkl. Lüftersteuerung, Display (optional, VESA 75x75/100x100), Kabelmanagement, Staubfilter, Sichtfenster aus Glas
  • Hinweis zu E-ATX: Mainboard- und Gehäusehersteller bezeichnen unterschiedliche Dimensionen als E-ATX. Mainboards mit E-ATX/SSI EEB Abmessungen von 305x330mm bzw. 12"x13" werden nicht unterstützt.

Preis: 229,90 Euro (Stand: 13.08.2025)

Testsystem

  • Mainboard: ASUS ROG Strix Z270G Gaming
  • Prozessor: Intel Core i7-7700K @ 4.20 GHz
  • Grafikkarte: Gigabyte GeForce GTX 1070 Mini ITX
  • Arbeitsspeicher: Kingston HyperX Fury DIMM Kit 16GB, DDR4-2666
  • Prozessorkühler: be quiet! Shadow Rock LP
  • Netzteil: Seasonic G-Series G-550 550W PCGH-Edition

Verarbeitung & Design

Äußere Erscheinungsbild

Unser Testmuster gibt es zum Testzeitpunkt als schwarzes oder weißes Modell. Das Gehäuse ist auch in einer VGPU-Edition erhältlich. Hier findet sich ein VGPU-Montageset und ein PCIe 5.0 x16 Riser-Kabel im Lieferumfang, damit man die Grafikkarte in vertikaler Ausrichtung verbauen kann. Mit dem beiliegenden Lüfterbracket lassen sich die unteren Lüfter angewinkelt positionieren, um den Airflow besser zur Grafikkarte auszurichten.

Das Case misst 259.5x547x541 mm (B x H x T), bringt 17.84 Kilogramm auf die Waage und das Grundgerüst wurde aus Stahl gefertigt. Außen wird die Optik vor allem von dem L-förmigen Glaselement geprägt. Glasfront und Glasseitenteil bilden beim HAVN-Gehäuse eine Einheit. Der Hersteller spricht hier von UniSheet-Glas, das seine L-Form durch Hitzeeinfluss erhält. Interessant ist die Tatsache, dass das Case auf klassische Standfüße verzichtet. Optionale Bodenlüfter können durch bodennahe Lufteinlässe an der Front und der linken Seite trotzdem Frischluft ansaugen.

Der Deckeleinsatz aus Stahl kann mit einer Lasche hochgezogen und abgenommen werden. Zur Montage wird er vorn eingehängt, hinten haftet er magnetisch. Optisch prägend sind vor allem die großen, CNC-gefrästen Luftschlitze für optionale Deckellüfter. Unter dem Deckeleinsatz sitzt ein fest integrierter Staubfilter. Auf der rechten Deckelseite findet man das I/O-Panel (zwei USB-3.0-Ports, ein USB-C-Port und eine kombinierte Audiobuchse) und die Powertaste. Die Deckellüfterplätze nehmen drei 120- oder 140-mm-Lüfter auf. Auch die Montage eines 360- oder 420-mm-Radiators ist möglich. Zwischen Blende und Mainboardoberkante sind knapp über 5 Zentimeter Platz. Die Lüfterblende kann nach dem Lösen von zwei Schrauben herausgenommen werden. Seitlich von der Blende gibt es einen Kabelkanal, der durch einen beschrifteten Sticker markiert wird.

Die Demontage der Seitenteile ist etwas aufwändiger. Im ersten Schritt müssen unter dem Deckeleinsatz Kreuzschlitzschrauben gelöst werden. Erst danach können das L-förmige Glaselement, das Stahlseitenteil auf der rechten Seite und die äußere Rückwand abgenommen werden. Das Stahlseitenteil wird ähnlich wie der Deckel von langgezogenen Luftschlitzen geprägt. Dahinter sitzt ein großflächiger Staubfilter. Hinter der Rückwand können zwei 120- oder 140-mm-Lüfter montiert werden. An der Unterseite des Showcases findet man nur vier Gummischoner, welche für eine hohe Rutschfestigkeit sorgen. Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Testmuster nicht feststellen.

Der Lieferumfang ist sehr üppig ausgefallen: Anleitung, Montagematerial, Kabelbinder, Kabelclips, Klettverschluss und VESA-Halterung für die Montage eines portablen Displays im Gehäuse.

Innenraum & Kühlung

Innenraum

Der weiß lackierte Innenraum ist frei von scharfen Kanten und setzt auf ein Zwei-Kammern-System. Das Netzteil wird demnach in der unteren Kammer verbaut. Die Netzteilabdeckung ist weitgehend geschlossen. In der HAVN Hybrid-Structure steht ganz klar die Grafikkarte im Fokus. Der zusätzliche Lüfter-Slot im unteren Teil der Rückwand ermöglicht eine gezielte Frischluftzufuhr direkt zur GPU. Darüber hinaus gibt es eine dreifach verstellbare Grafikkartenstütze.

Ein weiteres Highlight ist das „SimpliCable“-Kabelmanagement. Integrierte Kabelkanäle und durchdachte Silikon-Durchführungen mit stabilisierenden Clips sorgen für eine präzise Kabelführung und erleichtern das Verlegen der Anschlusskabel. Unter der Grafikkartenhalterung befinden sich drei Bodenlüfterplätze. Sie nehmen wahlweise drei 120- oder 140-mm-Lüfter auf. Frischluft wird über den Boden angesaugt, der einen leicht entfernbaren Staubfilter besitzt.

Neben dem Mainboardtray sitzt eigentlich eine seitliche Lüfterblende. Sie wird ab Werk allerdings von vier modularen Laufwerkskäfigen verdeckt. In jedem dieser Käfige finden entweder ein 3.5- oder zwei 2.5-Zoll-Laufwerke Platz. Die Laufwerke werden mit Kreuzschlitzschrauben und ohne Entkopplung montiert. Um die Käfige für die Laufwerksmontage entnehmen zu können, muss erst die seitliche Lüfterblende ausgebaut werden. Am Mainboardtray sitzt ein PWM-Hub. Er ermöglicht die Steuerung von sechs PWM-Lüftern über ein PWM-Signal. Zur Stromversorgung dient ein S-ATA-Stromanschluss. Den gleichen PWM-Hub verbaut HAVN noch einmal in der Netzteilkammer. Insgesamt können also zwölf PWM-Lüfter in zwei Gruppen über zwei PWM-Anschlüsse am Mainboard gesteuert werden.

Unser Testmuster bietet ausreichend Platz im Innenraum für bis zu 18.5 Zentimeter hohe CPU-Kühler, sechs Erweiterungskarten und Mainboards bis zum ATX-Format. Die maximale Grafikkartenlänge beträgt 48 Zentimeter.

Kühlung

Im Werkszustand bietet der Midi-Tower keine vorinstallierten Lüfter. Für unseren Testaufbau haben wir drei Alpenföhn Wing Boost 3 ARGB White Edition 140mm Fans verbaut.

Lüfter-Montagemöglichkeiten:

  • Deckel: 3x 120 / 3x 140 mm
  • Seite: 3x 120 / 3x 140 mm
  • Boden: 3x 120 mm / 3x 140 mm
  • Rückseite: 2x 120 / 2x 140 mm

Radiator-Mountings:

  • Deckel: 1x 420 / 1x 360 mm
  • Seite: 1x 420 / 1x 360 mm
  • Boden: 1x 420 / 1x 360 mm

Preis und Verfügbarkeit

Das HAVN HS 420 ist ab sofort im Handel erhältlich. Der Preis beträgt 229,90 Euro (Stand: 13.08.2025).

Temperaturen

HAVN HS 420 - Temperaturen

Last-Temperaturen von CPU und GPU - nur Werkslüfter - weniger ist besser

Lautstärke

HAVN HS 420 - Lautstärke

Entfernung: ca. 1 m - nur Werkslüfter - Lautstärke: < 0,01 Atmen in 30 cm Entfernung / 0,1 Rauschende Blätter / 0,3 Flüstern / 0,5 Der eigene Atem / 1 Ruhige Wohnstraße / 2 Unterhaltung - weniger ist besser

Fazit & Wertung

90%

Christoph meint: Klasse Showcase!

Mit dem HS 420 liefert der „Newcomer“ Havn ein schickes „Showcase“ ab. Für knapp unter 230 Euro gibt es eine sehr wertige Verarbeitung, schicke Optik, ausreichend Platz für moderne Hardware und zahlreiche Lüfter- bzw. Radiatorenplätze. Zu den weiteren Highlights zählen das moderne I/O-Panel und der durchdachte Innenraum (Zweikammern-Design inklusive Hidden-Connector-Motherboards Support). Ebenfalls erfreulich: Die Kabel lassen sich versteckt verlegen, das Case fasst massig Laufwerke und sämtliche Staubfilter sind leicht zu entfernen. Komplett frei von Kritikpunkten ist unser Testmuster aber nicht. Zum Beispiel stört die nicht werkzeuglose Montage von Laufwerken. Darüber hinaus sind keine Lüfter vorinstalliert (sollte man bei der Kostenzusammenstellung mitkalkulieren). Trotz dieser kleinen Kritikpunkte können wir bedenkenlos eine Empfehlung für unser Testmuster aussprechen.

Verarbeitung
95
Platzangebot
95
Montage
89
Kühlung
95
Lautstärke
89
Ausstattung
85
Optik
97
Gewicht
85
Preis
80
HAVN HS 420
Richtig gut
  • top Verarbeitung
  • schick
  • rutschfest
  • Staubfilter an Boden, Deckel, Seitenteil und zum Teil selbst der Rückwand
  • zeitgemäßes I/O-Panel
  • zwei Lüfter-Hubs verbaut
  • viel Platz für moderne Hardware
  • ausreichend Lüfterplätze und Radiator-Mountings
  • durchdachter Innenraum (Zwei-Kammern-System)
  • Hidden-Connector-Motherboards Support
  • sehr gutes Kabelmanagement
Verbesserungswürdig
  • keine Lüfter vorinstalliert
  • keine werkzeuglose Montage von Laufwerken möglich
  • hoher Preis
  • schwer
  • wenn die seitlichen Lüfterplätze genutzt werden, findet nur noch ein Laufwerkskäfig Platz
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.