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Life is Strange: Double Exposure - Test/Review

Plattform

PC

Switch

Switch Lite

PlayStation 5

Xbox Series X

Xbox Series S

Publisher

Square Enix

Entwickler

Deck Nine Games

Release

Genre

Adventure

Typ

Vollversion

USK

16

Webseite

Doppelt so gut wie der Vorgänger?

Die Hauptgeschichte von Life is Strange, welche 2015 ihren Anfang nahm, wird mit „Double Exposure“ nun weitererzählt. Ob Fans -mal wieder- auf ihre Kosten kommen, könnt ihr in unserem ausführlichen Artikel nachlesen!

Neue Location - ältere Heldin

Das neuste LiS-Abenteuer von Publisher Square Enix spielt einige Jahre nach den Ereignissen aus dem originalen Life is Strange und Max hat es mittlerweile als Dozentin für Fotografie an die Caledon University verschlagen. Als sich eines Abends ein Mordfall auf dem Campus ereignet, in den Max persönlich involviert ist, beschließt die mittlerweile junge Erwachsene, den Fall selbst zu lösen. Eine kleine Entwarnung für alle LiS-Einsteiger: Man muss nicht den Vorgänger gespielt haben! Double Exposure bezieht sich zwar auf die Ereignisse aus Arcadia Bay und die Geschichte rund um Chloe, Neulinge werden aber im Verlauf der Handlung sehr gut in Dialogen über Max' Vergangenheit abgeholt.

Beim Gameplay gibt es -zum Glück- keine großen Überraschungen: Im Fokus stehen erneut Entscheidungen, die man in Dialogen trifft und sich auf Beziehungen mit anderen Charakteren aus dem Spiel auswirken. Ein Beispiel: Im Verlauf der Geschichte kann man sich zwischen zwei Dates entscheiden (sympathische Kellnerin der Uni-Kneipe oder der spießig wirkende Gehilfe der Uni-Rektorin). Welche Auswirkungen das schlussendlich auf Max und ihr Abenteuer hat, erfährt man erst einige Kapitel später. Wie andere Spieler entschieden haben, sieht man am Ende eines jeden Kapitels.

Etwas neue Kost

Rein spielerisch gibt es wieder die gewohnt gute Detektivkost aus der Third-Person-Ansicht. Man führt zahlreiche Gespräche, erkundet das linear aufgebaute Uni-Gelände, untersucht Gegenstände und liest allerhand Notizen.

Der Gameplay-Twist ergibt sich dabei einmal mehr durch Max' mysteriöse Kräfte. In Double Exposure kann sie an bestimmten Stellen einen Riss in der Spielwelt schaffen und so fließend in ein Paralleluniversum übergehen, in dem der Mord nie geschehen ist und die Geschichten der Figuren unterschiedlich verlaufen - was generell eine spannende Prämisse ist, die ab und an jedoch leicht verwirrend sein kann. Hat Person A in Universum A jetzt so gehandelt oder war das ihr “Doppelgänger” aus Universum B? Da man mit Max zwischen beiden Universen sehr oft hin und her springt, kann es durchaus sein, dass man einmal durcheinanderkommt. Um in der Geschichte voranzukommen, muss Max im klassischen Adventure-Stil nicht selten Gegenstände aus der einen Zeitlinie mit in die andere nehmen. Wie es weitergeht, ist dabei aber meist offensichtlich. Oder anders formuliert: Die Rätseleinlagen sind arg simpel gehalten.

Technik und Spielzeit

Dank der neuen Unreal Engine 5 sieht Life is Strange: Double Exposure wirklich gut aus. Vor allem die Gesichtsanimationen, abwechslungsreichen Umgebungen und Effekte können sich sehen lassen. Darüber hinaus wissen -mal wieder- der Soundtrack und die deutsche Synchronisation zu gefallen. Das Spiel nimmt knapp 12 Stunden Spielzeit in Anspruch. Wobei Kapitel 1 bis 3 jeweils drei Stunden dauern. Die letzten Kapitel bieten lediglich eine Stunde Abenteuer.

Life is Strange: Double Exposure ist seit dem 09.10.2024 für PC und Konsolen ab 44,95 Euro im Handel erhältlich.

Fazit & Wertung

86%

Christoph meint: Gelungenes Adventure!

Mit Life is Strange: Double Exposure liefert Deck Nine Games ein wirklich tolles Adventure ab, welches nicht nur Fans der Serie überzeugen dürfte. Das neuste Abenteuer rund um eine ältere Max wird bis zum Ende hin spannend erzählt und bietet einige tolle Twists im Verlauf der Geschichte. Beim Gameplay bleiben sich die Entwickler treu, peppen es jedoch mit dem neuen Paralleluniversum-Feature etwas auf. Die toll geschriebenen Dialoge und Entscheidungen, die wirklich eine Auswirkung auf die Handlung haben, wurden bestens umgesetzt. Lob gibt es darüber hinaus für die hübsche Optik und tollen Synchronsprecher. Schade bloß, dass Double Exposure relativ schnell durchgespielt und das Ende eine Brücke für eine weitere Fortsetzung ist.

Grafik
89
Sound
90
Bedienung
88
Spielspaß
86
Atmosphäre
87
Preis/Umfang
74
Life is Strange: Double Exposure
Richtig gut
  • schicke Grafik
  • sehr gute Gesichtsanimationen
  • toller Soundtrack
  • erstklassige Synchronisation
  • Entscheidungen mit spürbaren Auswirkungen
  • intuitive Steuerung
  • perfekt für (LiS-)Einsteiger
  • hilfreiche Barrierefreiheit-Optionen
  • spannender Mystery-Krimi mit packenden Twists
  • sehr gut geschriebene Dialoge
  • super sympathische Heldin
  • diverse und interessante Figuren
  • paar Easter-Eggs für Fans
Verbesserungswürdig
  • gelegentliche Clippingfehler
  • Spurensuche zu limitiert und offensichtlich
  • Dimensionssprünge hätte man cooler lösen können
  • Spiel nimmt zu sehr an die Hand
  • Kapitel 4 und 5 arg kurz
  • Ende kündigt weiteren Teil an...
Anforderungen
  • PC MINDESTANFORDERUNGEN:
  • Betriebssystem: Windows® 10 / 11 64-bit
  • Prozessor: Intel Core i5-2400 / AMD FX-6300
  • Arbeitsspeicher: 12 GB RAM
  • Grafik: NVIDIA GeForce GTX 960, 4 GB / AMD Radeon RX 470, 4GB
  • DirectX: Version 12
  • Speicherplatz: 25 GB verfügbarer Speicherplatz
  • Zusätzliche Anmerkungen: 1080p @ 30fps. SSD Recommended.
  • Nintendo Switch (Lite) Konsole
  • Microsoft Xbox Series X|S Konsole
  • Sony PlayStation 5 Konsole
Getestet für
  • PC

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Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.