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Sony INZONE H9 II - Test/Review

Hersteller

Sony

Release

Produkt

Headset

Webseite

Preis

ab 288,90 Euro

Einleitung & Datenblatt

Einleitung

Bereits letztes Jahr im Sommer hat Sony sein neustes Gaming-Headset-Flaggschiff vorgestellt: das Inzone H9 II. Das Audioprodukt setzt auf die hochwertigen Sony WH-1000XM6 Treibereinheiten, eine ANC- sowie Dual-Connection-Technik. Was man für knapp unter 300 Euro geboten bekommt, könnt ihr in unserem ausführlichen Testbericht nachlesen!

Über Sony INZONE

Spielerfolg durch Design. INZONE ist die Gaming-Ausrüstung der Spitzenklasse. Die Marke bietet jetzt alles an Gaming-Ausrüstung, was das Gamer-Herz begehrt. Das Sortiment, das Headsets, Monitore, Tastaturen, Mäuse und Mauspads umfasst, wurde in Zusammenarbeit mit Fnatic entwickelt und ist auf eine optimale Ego-Shooter-Leistung ausgelegt. Es schärft alle Sinne der Spieler und bietet ihnen völlige Kontrolle. So können sie ihr ganzes Potenzial ausschöpfen.

Datenblatt

  • Bauart: Kopfhörer (Over-Ear)
  • Bauform: Kopfbügel
  • Prinzip: geschlossen
  • Mikrofon: Mikrofonarm
  • Anschluss: 3.5mm Klinke, USB-C (Adapter)
  • Wireless: Bluetooth 5.3, AAC, LC3/LE Audio, Funk digital
  • Kabel: einseitig, abnehmbar, Winkelstecker
  • Steuerung: Lautstärkeregler, Mute-Taste
  • Betriebsdauer: 30h (ohne ANC)
  • Akku: USB-C Ladeanschluss, 3.5h Ladedauer, Schnellladefunktion (5min für 1h Betriebsdauer)
  • Impedanz: 440Ω
  • Empfindlichkeit: 111dB
  • Treiber pro Seite: 1x 30mm dynamisch
  • Geräteeigenschaften: aktive Geräuschunterdrückung (ANC), Umgebungsmodus, Ohrmuschel drehbar
  • Software-Features: Equalizer-Voreinstellungen, individueller Equalizer, Klang-Personalisierung, App-Steuerung, Virtual Surround
  • Besonderheiten: inkl. USB-Wireless-Adapter
  • Farbe: weiß

Preis: 288,90 Euro (Stand: 26.01.2026)

Testplattform

  • Mainboard: ASUS ROG Crosshair X870E Hero
  • Prozessor: AMD Ryzen 9 9950X
  • Arbeitsspeicher: Kingston FURY Renegade RGB DIMM Kit 96GB DDR5-6000
  • Grafikkarte: MSI GeForce RTX 5090 32G Suprim SOC
  • Prozessorkühler: Alpenföhn Gletscherwasser 360 High Speed
  • Wärmeleitpaste: ARCTIC MX-7
  • Netzteil: Seasonic Prime TX-1600
  • Soundkarte: Creative Sound BlasterX AE-5 PLUS
  • Festplatten: KIOXIA EXCERIA PRO SSD 2TB
  • Gehäuse: be quiet! Silent Base 802 weiß
  • Betriebssystem: Windows 11 Home 64-Bit
  • Peripherie: Razer Viper V3 Pro, Keychron K2 HE Wireless
  • Monitor: ASUS ROG Swift OLED PG32UCDM
  • Zimmertemperatur: ca. 21°C
  • Sonstiges: Xbox Series X, PlayStation 5, Switch 2, diverse Computer-, Videospiele, Audio-CDs und DVD-Filme

Verarbeitung & Technik

Verarbeitung & Bedienung

Unser Testmuster kommt, wie vom Hersteller gewohnt, in einem stabilen und farblich bedruckten Karton in unserer Redaktion an. Das Headset mit wahlweise schwarzer oder weißer Beschichtung wurde fast komplett aus ABS-Kunststoff gefertigt und bringt gerade einmal 260 Gramm (inklusive Akku) auf die Waage. Im ersten Moment wirkt das Audioprodukt etwas billig, doch das täuscht: alle Bauteile sind nämlich äußerst stabil und damit selbst im harten eSport-Alltag für eine lange Einsatzdauer ausgelegt.

Der Kopfbügel wurde für eine bessere Gewichtsverteilung im Vergleich zur ersten Version redesignt. Ein dünner Stahlrahmen ist in Stoff gehüllt, darunter sitzt ein verstellbares, gepolstertes Kunstlederkissen. Die großen, runden Ohrmuscheln haben eine großzügige Polsterung mit viel Tiefe. Das verwendete Mesh-Gewebe trägt sich angenehm. Die Ohrmuscheln lassen sich komplett in beide Richtungen flach drehen. Zusammenklappen lässt sich der Kopfhörer aber nicht.

Das abnehmbare (3.5-mm-Klinkenstecker) und sehr flexible Mikrofon mit Popfilter befindet sich auf der linken Seite. Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Testmuster nicht feststellen.

Zum Lieferumfang gehören:

  • INZONE H9 II-Headset
  • USB-C 2.4-GHz Transceiver / Dongle
  • 1.8m USB-C-Kabel (USB-A auf USB-C)
  • Abnehmbares Boom-Mikrofon (mit Windschutz)
  • 1.8m Kopfhörer-/Audiokabel (3.5-mm-Klinke)
  • weiche Tragetasche / Schutzbeutel
  • Dokumentation / Bedienungsanleitung / Garantieinfos

Technik

Die Lautsprecher befinden sich in geschlossenen Gehäusen, welche gut isoliert sind, um Außengeräusche in einem hohen Maß zu dämpfen. Als Kopfhörer eingesetzt, bietet dies zugleich den Vorteil, die Umgebung selbst bei lautem Musikgenuss nicht zu belästigen. Das Highlight sind definitiv die verbauten Treibereinheiten: Es handelt sich nämlich hierbei um dieselben 30-mm-Treiber wie die WH-1000XM6-Kopfhörer nutzen. Der Frequenzbereich deckt das menschliche Hörvermögen mit 5 Hz bis 20 kHz ab. Der Hersteller bescheinigt dem Kopfhörer eine Impedanz von 440 Ohm.

Unser Testmuster lässt sich auf verschiedene Arten nutzen bzw. verbinden. PC- und Konsolen-Zocker sollten den beiliegenden 2.4-GHz-USB-Dongle nutzen, der für eine komplett latenzfreie Funkverbindung sorgt. Alternativ unterstützt unser Testmuster Bluetooth mit den Standard-Codecs SBC und AAC. Mit Bluetooth 5.3 gibt es LE-Audio für längere Akkulaufzeit und besseren Sound dank LC3-Codec. Hinzu kommen Features wie Multi-Device und Broadcast-Streaming via Auracast. Multipoint fehlt zwar, aber man kann das Headset gleichzeitig via Bluetooth und Funk verbinden. Ebenfalls mit von der Partie ist eine analoge Verbindung mit dem mitgelieferten 3.5-mm-Klinken-Audiokabel. Das ist praktisch für Handheld-Systeme oder den Anschluss am Controller.

Laut Hersteller beläuft sich die maximale Akkulaufzeit auf 30 Stunden ohne ANC-Funktion. In unserem Test mit ANC, 2.4-GHz-Funk und mittlerer Lautstärke kamen wir auf eine Laufzeit von knapp 19 Stunden. Das ist OK aber keine Spitzenleistung. Das Headset wird mittels beiliegendem USB-C-Kabel aufgeladen. Eine Vollaufladung nimmt 3.5 Stunden in Anspruch - fünf Minuten Schnellladen reichen für drei Stunden Spielzeit. Das Headset kann während des Ladens weiter genutzt werden.

Thema ANC: Das Sony INZONE H9 II hat eine gute ANC-Technik mit im Gepäck. Das System filtert zuverlässig monotone Umgebungsgeräusche wie Lüfter oder Straßenlärm. Tastaturklackern und Stimmen werden gedämpft, aber nicht vollständig unterdrückt, was für ein Wireless-Gaming-Headset absolut in Ordnung ist. Ein weiterer Pluspunkt: Im Stillen ist nur ein leichtes Grundrauschen vernehmbar, die Klangqualität bleibt unverändert und auch das häufig vorkommende Druckgefühl macht sich nicht bemerkbar. Einen vollwertigen Transparenz-Modus bietet das Audiogerät nicht. Immerhin: Es gibt einen Ambient-Modus, der mehr Außengeräusche reinlässt.

Praxis & Tragekomfort

Praxis und Software

In unserem Alltagstest (Counter Strike 2, Valorant, Overwatch 2, Rainbow Six Siege X, Battlefield 6, Blu-ray-Filme und Audio-CDs) schlägt sich das Headset sehr gut. Unser Testmuster punktet mit gepegelten Höhen und einem angenehm dynamischen Bass. Im Mitteltonbereich fehlt es dem Headset aber an Präzision. Demnach eignet sich unser Testmuster am besten fürs Zocken. Für Filme/Serie und Musik gibt es bessere Kopfhörer bzw. Headsets.

Die Bedienung ist einfach und erfolgt direkt am Headset. Rechts finden sich die Game-/Chat-Balance, der Power-Button und eine Bluetooth-Pairing-Taste. Links gib es einen Schalter zum Wechseln zwischen aktivem Noise Cancelling (ANC), Ambient-Sound-Modus und normalem Modus. Dazu ein Lautstärke-Rad, USB-C-Ladebuchse und Mikrofonanschluss. Das Mikrofon ist, wie bereits erwähnt, abnehmbar, ein großer Stummschaltknopf sitzt oben auf der linken Ohrmuschel.

Noch mehr Funktionen gibt es per Smartphone-App und/oder Desktop-Software. Im „Inzone Hub“ findet man sehr übersichtlich sämtliche Anpassungsmöglichkeiten: Equalizer, Noise Canceling und Mikrofoneinstellungen. Bei den EQ-Presets sind einige FPS-spezifische vorhanden. Ein Custom-EQ mit 10-Band-Slidern ist ebenfalls am Start. Das H9 II ist mit der Sony Sound Connect App auf Mobilgeräten kompatibel. Sie hat dieselben Funktionen wie der Inzone Hub am PC, aber der Hauptvorteil: EQ-Presets lassen sich im Headset selbst speichern. So kann man die EQ-Einstellungen zum Beispiel auch an den Konsolen nutzen.

Das Headset wurde automatisch unter Windows 10/11 erkannt.

Tragekomfort

Dank der weichen Ohrkissen und dem geringen Gewicht eignet sich das Headset ideal für lange Spielzeiten. Selbst nach mehr als fünf Stunden konnten wir keine Schmerzen an den Ohren feststellen, was wiederum für den hohen Tragekomfort unseres Testmusters spricht.

Der ausgewogene Anpressdruck macht da Audioprodukt auch für Brillenträger interessant. Ebenfalls erfreulich: Dank des Mesh-Gewebes bekommen die Ohren frische Luft.

Mikrofon

Die Sprachqualität des Mikrofons überprüften wir wie immer mit den aktuellen Skype-, Teamspeak- und Discord-Versionen. In sämtlichen Programmen überzeugt das Mikrofon mit einer klaren, lauten und störungsfreien Übertragung.

Logitech G Astro A20 X

beyerdynamic MMX 150 Wireless

JBL Quantum 250

Sennheiser HD 500 BAM

HyperX QuadCast 2

Razer BlackShark V3 Pro

Logitech G522 Lightspeed

Speedlink Conux

NZXT Capsule Elite

ASUS ROG Pelta

Alienware Pro Wireless Gaming Headset

PowerColor Alphyn AH10

Razer Barracuda X Chroma

Antlion ModMic USB 2

Shure MV6

Teufel Cage Pro

beyerdynamic MMX 330 PRO

ASUS ROG Delta 2

Turtle Beach Atlas Air

beyerdynamic MMX 300 PRO

Cherry XTRFY Ngale R

Turtle Beach Stealth 500

SteelSeries Arctis Nova 5 Wireless

SteelSeries Arctis Nova Pro Wireless

Speedlink Legatos

Razer BlackShark V2 Pro (Xbox)

ASUS ROG Carnyx

HyperX Cloud III Wireless

beyerdynamic MMX 200 Wireless

HyperX Cloud III

ASUS ROG Delta S Core

Logitech G Pro X 2 Lightspeed

NZXT Relay Headset

EPOS H6PRO

Audio-Technica ATH-M50xSTS-USB StreamSet

Razer Seiren V3 Chroma

Speedlink Tyron RGB

Preis und Verfügbarkeit

Das Sony INZONE H9 II kostet 288,90 Euro (Stand: 26.01.2026) und ist ab sofort im Handel erhältlich.

Fazit & Wertung

91%

Christoph meint: Angesichts von knapp 300 Euro richtet sich das INZONE H9 II klar an anspruchsvolle Gamer, die Wert auf Komfort, gute Abschirmung und präzise In-Game-Akustik legen. Wer ein vielseitiges Allround-Headset für Musik und Multimedia sucht, findet bessere Alternativen – als hochwertiges Wireless-Gaming-Headset gehört das Sony INZONE H9 II jedoch zur oberen Liga!

Das Sony INZONE H9 II positioniert sich klar als Premium-Wireless-Gaming-Headset mit starkem Fokus auf kompetitives Spielen. Sony überzeugt mit einer sehr hochwertigen Verarbeitung, hohem Tragekomfort auch bei langen Sessions und einer durchdachten Bedienung direkt am Headset wie auch über die Software. Besonders positiv fallen die bekannten WH-1000XM6-Treiber auf, die für klare Höhen, präzise Ortung im Spiel und einen kräftigen, kontrollierten Bass sorgen. Gerade in Shootern spielt das H9 II seine Stärken aus und liefert ein souveränes, auf Gaming optimiertes Klangbild. Ebenfalls auf hohem Niveau bewegen sich die Funktechnik mit latenzfreiem 2.4-GHz-Dongle, die Dual-Connection-Option sowie das für ein Gaming-Headset sehr gut umgesetzte Active Noise Cancelling. Das ANC filtert störende Dauergeräusche effektiv, ohne den Klang negativ zu beeinflussen oder ein unangenehmes Druckgefühl zu erzeugen. Die Software-Anbindung mit speicherbaren EQ-Profilen ist praxisnah gelöst und macht das Headset auch an Konsolen flexibel einsetzbar. Abgerundet wird der starke Gesamteindruck durch ein überzeugendes Mikrofon mit klarer, verständlicher Sprachübertragung. Kritikpunkte bleiben dennoch: Die Akkulaufzeit mit aktiviertem ANC ist lediglich durchschnittlich, im Mitteltonbereich fehlt es dem Klang an Feinschliff für Musik- und Filmgenuss, und ein vollwertiger Transparenz-Modus wäre bei diesem Preis wünschenswert.

Verarbeitung
95
Klang
90
Technik
92
Tragekomfort
95
Mikrofon
92
Preis
80
Sony INZONE H9 II
Richtig gut
  • hochwertige Verarbeitung
  • schicke und recht dezente Optik
  • klare Höhen
  • kräftiger und dynamischer Bass
  • gut klingender Raumklang
  • latenzfreie 2.4-GHz-Funktechnik
  • Schnellladefunktion
  • Bluetooth
  • ANC
  • Dual-Connection-Option
  • analoger Anschluss
  • hoher Tragekomfort
  • geringes Gewicht
  • abnehmbares Mikrofon
  • sehr gute Sprachqualität
  • einfache Bedienung am Gerät
  • übersichtliche Software/App
  • hohe Plattformvielfalt
Verbesserungswürdig
  • hoher Preis
  • kein vollwertiger Transparenz-Modus
  • Audioprofile sehr stark für Gaming optimiert (weniger gut geeignet für Musik und Stimmen)
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.